Herz

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Aufregung und Achtsamkeit

Eine Einladung zur Selbstbegegnung

 

Im Alltag begegnen mir Menschen, die sich aufregen. Weil der Autofahrer zu langsam fährt. Weil der Fahrradfahrer klingelt. Weil jemand die Straße nimmt statt den Radweg.

Ich verstehe das. Manchmal rege ich mich auch auf. Wenn Ignoranz zur Gefahr wird. Wenn Verhalten nicht nur andere, sondern auch sich selbst gefährdet.

Ich rege mich auf, wenn Nachrichten einseitig sind, wenn Kommentare laut, aber nicht klug sind.

Darum meide ich vieles. Nicht aus Gleichgültigkeit, sondern aus Selbstschutz

Ich will meine Energie nicht verschwenden für Dinge, die ich nicht ändern kann. Und doch weiß ich: Das ist nicht leicht.

Die Welt verändert sich. Die Menschen auch. Und ich? Ich versuche, mich nicht zu verlieren in dem, was mich aufregt.

 

Fragen die bleiben

Was habe ich davon, wenn ich mich aufrege über das, was ich nicht ändern kann?

Warum konsumiere ich Medien, die mich traurig machen, statt mir die Welt zu zeigen, wie sie auch sein kann?

Bin ich noch dankbar? Oder ist das Gefühl irgendwo verloren gegangen zwischen Schlagzeilen und Alltag?

Wie sehen mich andere, wenn ich mich nur aufrege? Sehen sie mich überhaupt?

Macht mich das krank, weil ich das Gute nicht mehr sehe?

Freue ich mich, wenn andere ähnlich denken wie ich - und finde ich dadurch meine Bestätigung?

 

Zwischen Lärm und Leere - Gedanken zur Macht der Medien

Es gibt Tage, da öffne ich die Nachrichten und schließe sie gleich wieder. Nicht aus Desinteresse, sondern aus Selbstschutz. Ich spüre, wie mich die Schlagzeilen mitnehmen - nicht in die Welt, sondern in eine Spirale aus Empörung, Angst und Wiederholung.

Ich frage mich:

Wie viel Macht haben negative Beiträge in den Medien über uns Menschen? Sie prägen unsere Wahrnehmung, unsere Gespräche, unsere Stimme. Sie bestimmen, worüber wir reden - und oft auch, worüber wir nicht mehr reden. Sie lassen uns glauben, die Welt sei nur das, was schiefläuft. Und irgendwann glauben wir es wirklich.

Dabei vermisse ich etwas:

Interessante Informationen. Solche, die mich weiterdenken lassen. Die mir zeigen, wie Menschen Lösungen finden. Wie Gemeinschaft entsteht. Wie Schönheit sich zeigt - mitten im Alltag.

Ich frage mich:

Wo sind die Geschichten, die nicht schreien, sondern erzählen? Wo sind die Stimmen, die nicht polarisieren, sondern verbinden? Vielleicht liegt die Antwort nicht im Medium, sondern im Blick. Vielleicht müssen wir selbst wieder lernen, zu wählen: Was wir lesen. Was wir glauben. Was wir weitergeben.

Und vielleicht beginnt es mit einer einfachen Entscheidung: Nicht alles aufnehmen, was laut ist. Sondern suchen, was leise wirkt.

 

 

 

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